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Oldtimer Steuerrechner: Kfz-Steuer für H-Kennzeichen 2026

Alles zur Oldtimer-Kfz-Steuer und dem H-Kennzeichen0

So wird die Oldtimer-Steuer in Deutschland berechnet

Besitzt du ein klassisches Auto, einen historischen Lkw oder ein geschichtsträchtiges Motorrad mit einem H-Kennzeichen beziehungsweise einem roten 07er-Dauerkennzeichen? Dann profitierst du in Deutschland von einer pauschalen Kfz-Steuer, die unabhängig von Hubraum und Schadstoffausstoß berechnet wird. Mein kostenloser Oldtimer-Steuerrechner hilft dir dabei, die genauen Kosten für dein historisches Fahrzeug schnell, unkompliziert und transparent zu ermitteln.

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So siehst du sofort, ob sich die offizielle H-Zulassung für dich finanziell lohnt oder ob die reguläre Besteuerung günstiger ist.

Die Besteuerung von Oldtimern richtet sich in der Regel nach festen, gesetzlich verankerten Pauschalsätzen. Diese Pauschale wurde vom Gesetzgeber eingeführt, um das kraftfahrzeugtechnische Kulturgut auf Deutschlands Straßen zu schützen und zu erhalten. Die Pauschalsätzen teilen sich wie folgt auf:

  • Pkw, Lkw, Wohnmobile & Traktoren: Die pauschale Kfz-Steuer mit H-Kennzeichen beträgt exakt 191,73 Euro pro Jahr.
  • Krafträder (Motorräder und Roller): Für historische Zweiräder liegt der Pauschalbetrag bei deutlich günstigeren 46,02 Euro pro Jahr.

Diese Beträge sind fix. Das bedeutet, dass ein schwerer amerikanischer V8-Oldtimer mit 5,7 Litern Hubraum steuerlich genauso behandelt wird wie ein sparsamer Oldtimer-Kleinwagen mit nur 1,0 Liter Hubraum. Genau hier liegt für viele Fahrzeughalter der enorme finanzielle Vorteil der H-Zulassung.

Wichtige Besonderheiten: H-Kennzeichen mit Saisonkennzeichen kombinieren

Lange Zeit mussten sich Fahrzeughalter entscheiden: Entweder ein H-Kennzeichen für das ganze Jahr oder ein normales Saisonkennzeichen ohne steuerliche Oldtimer-Vorteile. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2017 ist es jedoch offiziell möglich, das H-Kennzeichen mit einem Saisonkennzeichen zu kombinieren (z. B. für den Zeitraum von April bis Oktober).

Nutzt du diese Kombination, wird die Steuerpauschale von 191,73 Euro anteilig nur für die Monate berechnet, in denen das Fahrzeug tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen ist. Wenn dein Klassiker beispielsweise für 7 Monate im Jahr angemeldet ist, zahlst du auch nur 7 Zwölftel der Jahrespauschale. Das spart bares Geld, insbesondere da die meisten Oldtimer im Winter ohnehin geschützt in der Garage stehen.

Ohne H-Kennzeichen: Wann lohnt sich die reguläre Besteuerung?

Das H-Kennzeichen ist für Fahrzeuge ab 30 Jahren kein Muss, sondern ein freiwilliges Privileg. Es gibt durchaus Szenarien, in denen die normale Versteuerung nach Hubraum und Schadstoffklasse günstiger ausfällt als die Oldtimer-Pauschale. Das betrifft vor allem folgende Fahrzeuggruppen:

  • Hubraumschwache Kleinwagen: Fahrzeuge mit einem sehr geringen Hubraum (z. B. Fiat 500, Citroën 2CV "Ente" oder VW Polo) und einem nachgerüsteten Euro-1- oder Euro-2-Katalysator kosten in der regulären Kfz-Steuer oft weniger als 191,73 Euro im Jahr.
  • Historische Motorräder: Da die reguläre Motorrad-Steuer in Deutschland mit 1,84 Euro pro angefangene 25 cm³ Hubraum sehr günstig ist, zahlen Besitzer kleinerer Motorräder (bis ca. 600 cm³) ohne H-Kennzeichen oft weniger als die Motorrad-Pauschale von 46,02 Euro.

Mein Oldtimer-Steuerrechner vergleicht diese Werte auf Basis von Euro-1- und Euro-2-Richtwerten für dich und zeigt dir sofort das exakte Sparpotenzial an.

Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Oldtimer-Zulassung

Damit du die steuerlichen Vorteile eines H-Kennzeichens oder eines roten 07er-Kennzeichens in Anspruch nehmen kannst, müssen strenge gesetzliche Kriterien nach § 23 StVZO erfüllt sein. Die Prüfgesellschaften (wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS) achten bei der Vergabe des benötigten Gutachtens auf folgende Kernpunkte:

  1. Das Mindestalter: Das Fahrzeug muss vor mindestens 30 Jahren erstmals in den Verkehr gekommen sein. Das Datum der Erstzulassung im Fahrzeugschein ist hierbei der entscheidende Stichtag.
  2. Der Originalzustand: Es müssen weitestgehend originale oder zumindest zeitgenössische Bauteile verbaut sein. Zeitgenössisches Tuning, das in den ersten zehn Jahren nach der Erstzulassung des Fahrzeugtyps üblich war, ist in der Regel erlaubt. Moderne Umbauten (wie ein moderner Motor in einem alten Gehäuse) führen meist zur Verweigerung des H-Status.
  3. Guter Erhaltungszustand: Das Fahrzeug darf keine gravierenden Mängel, Durchrostungen oder ungepflegten Unfallschäden aufweisen. Es muss sich in einem erhaltenswerten Zustand befinden, der sich deutlich vom Zustand eines reinen "Gebrauchswagens mit Verschleißspuren" abhebt.

Schritt für Schritt zum H-Kennzeichen: So gehst du vor

Wenn dein Fahrzeug die Altersgrenze von 30 Jahren erreicht hat und optisch sowie technisch gut dasteht, kannst du die H-Zulassung beantragen. Folge einfach diesem Ablauf, um behördliche Hürden schnell zu nehmen:

Zuerst vereinbarst du einen Termin bei einer zugelassenen Prüforganisation für ein Oldtimer-Gutachten nach § 23 StVZO. Parallel dazu empfiehlt es sich, die Hauptuntersuchung (HU) direkt mitmachen zu lassen, da diese für das Gutachten ohnehin mängelfrei sein muss. Sobald du das positive Gutachten in den Händen hältst, kontaktierst du deine Kfz-Versicherung. Viele Versicherer bieten spezielle, extrem günstige Oldtimer-Tarife an, die an die H-Zulassung gekoppelt sind.

Mit der elektronischen Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer), dem Oldtimer-Gutachten, dem Personalausweis, den bisherigen Kennzeichenschildern sowie den Fahrzeugpapieren (Zulassungsbescheinigung Teil I und Teil II) suchst du schließlich deine lokale Kfz-Zulassungsstelle auf. Dort wird dein Fahrzeug offiziell umgemeldet, und du erhältst deine neuen Nummernschilder mit dem begehrten "H" am Ende.

H-Kennzeichen vs. Rotes 07-Kennzeichen: Wo liegt der Unterschied?

Neben dem klassischen H-Kennzeichen gibt es für Sammler historischer Fahrzeuge auch das rote 07-Kennzeichen. Steuerlich sind beide Varianten identisch – es fällt die gleiche jährliche Pauschale an. Allerdings unterscheidet sich die Nutzung im Alltag gravierend:

Das normale H-Kennzeichen ist fest an ein einziges Fahrzeug gebunden. Mit diesem Fahrzeug darfst du uneingeschränkt am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, es im Alltag nutzen und auch im Ausland fahren. Das rote 07-Kennzeichen hingegen ist ein Wechselkennzeichen für Sammler. Du kannst es für mehrere Oldtimer gleichzeitig nutzen. Der Gesetzgeber schreibt hier jedoch strenge Nutzungsgrenzen vor: Erlaubt sind ausschließlich Probefahrten, Überführungsfahrten sowie Fahrten zu Oldtimer-Treffen und Clubveranstaltungen. Alltägliche Fahrten zum Einkaufen oder zur Arbeit sind mit der 07-Nummer strengstens untersagt.


Oldtimer Steuerrechner: Kfz-Steuer für H-Kennzeichen 2026

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